Veranstaltungen

13.10.2018, Ab 12 Uhr

Studio Visits

bei Gustav Kluge, Ute Vorkoeper & Andrea Knobloch und Jochen Schmith

Members only

Wir freuen uns, dass die Hamburger KünstlerInnen Gustav Kluge, Ute Vorkoeper & Andrea Knobloch und Jochen Schmith uns die Türen ihrer Ateliers öffnen, und möchten Sie herzlich zu einer Studio-Visit-Tour einladen.

Mit welchen Thematiken beschäftigen sich die drei Hamburger KünstlerInnen? Wie sehen die Orte ihres künstlerischen Schaffens aus? Diesen und anderen Fragen möchten wir an diesem Samstag mit Ihnen nachgehen.


Wir bitten um Anmeldung bis zum 5.10.2018. unter kubitzki@kunstverein.de



Gustav Kluge (*1947 in Wittenberge, lebt und arbeitet in Karlsruhe und Hamburg) studierte Malerei an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Der Mitbegründer der Produzentengalerie in Hamburg ist seit 1996 Professor für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe.

In seinen Werken befragt Kluge häufig grundlegende Aspekte der menschlichen Existenz. So rückt er in seiner Arbeit vor allem soziale und politische Themen in den Vordergrund und nähert sich dabei Tabuthemen wie Machtausübung, Folter und Erniedrigung an. Hierbei legt er den Fokus direkt auf die Schnittstelle zwischen Individuum und Missständen und konkretisiert, wie sich äußere Umstände unmittelbar auf den Menschen auswirken. Schicht für Schicht arbeitet er die Figuren in seinen Bildern heraus, sodass die meist dunklen Ölfarben als dicke Farbpasten auf der Leinwand zu sehen sind.

Kluges Arbeit wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste in Berlin. Ebenso wurden seine Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Im Kunstverein in Hamburg waren Kluges Arbeiten 1987 in einer Einzelausstellung zu sehen.



Die Arbeiten von missing icons kennzeichnet verdrängte, verschwundene oder noch ausstehende Bilder mit potenziell andauernder, politischer Wirkung. Ihre Zusammenarbeit entwickelte sich seit ihrer Leitung der Akademie einer anderen Stadt, Kunstplattform der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg (2009 bis 2011), durch Beteiligungen an Kunst-am-Bau-Wettbewerben, Ausstellungen und über Kunstprojekte im öffentlichen Raum. Zuletzt realisierten sie das Wandreliefbild „Anomalia (Black Hole)“ an der Technischen Hochschule in Regensburg. Ab 2019 inszenieren sie mit „Rolihlahla | Troublemaker | Unruhestifter“ einen Rohdiamanten auf dem Nelson-Mandela-Platz in Nürnberg.


Das Hamburger Künstlerkollektiv Jochen Schmith untersucht in seinem Werk gesellschaftliche Strukturen mit Fokus auf Fragen nach dem Verständnis von Wert und Produktion in der Konsumgesellschaft. Dabei kombinieren sie unterschiedliche Formate wie Video, Fotografie, Sound, Malerei und Text. Grundlage ihrer Werke sind öffentliche Räume unterschiedlicher Symbolik, darunter Tagungsorte, Hotelfoyers und Behörden. Diese fungieren gleichzeitig als Untersuchungsgegenstand und Ausstellungsort und so entstehen die Arbeiten des Kollektivs in unmittelbarer Auseinandersetzung mit dem Raum.

Das Kollektiv, das an der Hochschule für bildende Künste Hamburg studierte, realisierte zahlreiche Ausstellungen, unter anderem in Berlin, Amsterdam, Maastricht, Wien, Oslo und Beijing. 2011-2012 und 2017 hatten sie eine Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg inne. Jochen Schmith war zudem bereits an mehreren Ausstellungen und Projekten des Kunstverein in Hamburg beteiligt, wie zum Beispiel 2017 an Jed Martin - Die Karte ist interessanter als das Gebiet.


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