Kunstverein

H. Bartels, Permanente Ausstellung des Kunstvereins, 1884 (Aquarell)
Installationsansicht

1817

Ein kleiner Kreis von Hamburger Kunstliebhabern trifft sich einmal die Woche im Haus des Bleideckers David Christopher Mettlerkamp in den Langen Mühren 37, um sich Zeichnungen und Druckgrafiken anzuschauen und gegenseitig zu erläutern. Bereits seit 1806 hatte es im Rahmen der »Patriotischen Gesellschaft« einen solchen Zirkel gegeben, den »Verein zur Beförderung des Kunstgeschmacks« in Hamburg, dessen Aktivitäten jedoch 1817, drei Jahre nach der französischen Besatzung, eingeschlafen waren.


1821/1822

Am 24. Januar 1822 gibt sich der »Hamburgische Kunst-Verein« eine erste Satzung. Als der wachsende Teilnehmerkreis den privaten Rahmen sprengt, trifft man sich in der Kunsthandlung Georg Ernst Harzens an der Großen Johannisstraße 48. Zu den Mitgliedern gehören unter anderem ein Kaufmann, ein Diplomat, zwei Architekten, ein Lehrer, ein Mediziner, ein Versicherungsmakler, ein Jurist sowie drei Künstler.


1824

Die wöchentlichen Zusammenkünfte finden jetzt bei Harzens Geschäftspartner Johann Matthias Commeter am Neuen Wall 131 statt. Erste Überlegungen zu einer Kunstausstellung werden angestellt.


1826

Die» 1. Öffentliche Kunstausstellung« findet vom 13. April bis 18. Mai in einem Haus Ecke ABC-Straße/Neustädter Fuhlentwiete statt. Gezeigt werden vor allem Werke der jungen Hamburger Maler Louis Asher, Günther und Jacob Gensler, Victor Emil Janssen, Carl Julius Milde, Christian Morgenstern sowie Gemälde einiger auswärtiger Künstler, unter ihnen Caspar David Friedrich mit Das Eismeer (1823-1824) und Der Watzmann (1824-1825). Mit dieser Veranstaltung beginnt das öffentliche Kunstausstellungswesen in Hamburg.

Ein »Gemälde-Verloosung-Verein« wird gegründet und dem Kunstverein angeschlossen. In der folgenden Zeit werden jährlich originale Kunstwerke verlost (1827 beispielsweise eine Mondscheinlandschaft von Caspar David Friedrich).


1829

Die »2. Öffentliche Kunstausstellung« wird ausgerichtet, diesmal im Konzertsaal des Theaters am Gänsemarkt, mit Werken der wichtigsten deutschen und niederländischen Schulen. Von nun an finden bis zum Hamburger Brand 1842 alle zwei bis drei Jahre solche großen Verkaufsausstellungen mit zeitgenössischer Kunst statt.


1836

Beginn des Aufbaus einer vereinseigenen Grafiksammlung. Der Kunstverein mietet Räume über Harzens Kunsthandlung am Neuen Wall und richtet dort eine Bibliothek und ein Lesezimmer ein.


1837

In den geänderten Vereinsstatuten wird die öffentliche Bildungsaufgabe des Kunstvereins hervorgehoben.


1839

Am 22. April wird in einer erweiterten Vorstandssitzung die Gründung eines Museums vorgeschlagen.

Im »Verloosungsverein« werden von nun an nicht mehr nur Gemälde, sondern auch »Nebengewinne« (Druckgrafiken oder Zeichnungen) verlost.


1842

Die »9. Kunstausstellung« besteht aus Leihgaben (Gemälde Alter Meister aus Hamburger Privatbesitz).


1848

Der Kunstverein wird mit dem »Verloosungsverein« unter dem Namen Kunstverein in Hamburg verschmolzen.

Eine »Permanente Ausstellung« mit wöchentlichem Wechsel einiger Werke findet zum ersten Mal statt, zunächst in den Räumen der »Patriotischen Gesellschaft«, zugänglich vor allem für die Vereinsmitglieder.

Neue Vereinsstatuten bestimmen, dass fortan jeder, der einen Jahresbeitrag zahlt, Mitglied werden kann (bislang war die Zuwahl nur mit einer Zweidrittelmehrheit der bereits aufgenommenen Mitglieder möglich). Seitdem wächst die Zahl der Mitglieder ständig. »Erster Wortführer« wird der Professor für Klassische Philologie am Akademischen Gymnasium Christian Petersen.


1850

Die 819 Werke umfassende »11. Kunstausstellung« in den Räumen der »Patriotischen Gesellschaft« verzeichnet fast 10.000 Besucher.

Am 13. März wird die vom Kunstverein für seine mittlerweile gewachsene und durch Schenkungen bereicherte Kunstsammlung geforderte öffentliche »Gemälde-Gallerie« in den Börsenarkaden am Adolphsplatz eröffnet. Die Räume stellt die Stadt, die Sammlung der Kunstverein. Zwei Mitglieder des Senats und zwei Vertreter des Kunstvereins bilden die Leitungskommission.


1851

Die »Permanente Ausstellung« wird für das allgemeine Publikum geöffnet. Präsentiert werden Werke von auswärtigen wie von Hamburger Künstlern.


1852

Erweiterte Räume in den Börsenarkaden. Der große Saal steht für die »Gemälde-Gallerie« zur Verfügung, ein kleiner für die »Permanente Ausstellung«.


1856

Georg Ernst Harzen verfügt testamentarisch, dass sein Vermögen und seine Sammlung der Stadt zugutekommen sollen, wenn es ihr gelänge, ein eigenes Kunstmuseum zu schaffen. Die Räume in den Börsenarkaden reichen nicht mehr für die wachsende »Gemälde-Gallerie« und die »Permanente Ausstellung« aus.


1858

Auf Betreiben des Kunstvereins formiert sich ein »Comité für den Bau eines öffentlichen Museums in Hamburg«, das erhebliche Spenden eintreibt, sodass die Stadt sich genötigt sieht, einen Baukostenzuschuss zu gewähren.


1869

Am 30. August wird die Hamburger Kunsthalle feierlich eröffnet. Die Sammlung umfasst 412 Gemälde (unter ihnen Philipp Otto Runges Die Hülsenbeckschen Kinder von 1805-1806) und zahlreiche plastische Werke. Harzens Vermächtnis von 30.000 Zeichnungen und Druckgrafiken bildet den Grundstock des Kupferstichkabinetts.

Der Kunstverein zieht in die Kunsthalle ein.


1870

Die »21. Kunstausstellung« des Kunstvereins ist die erste Ausstellung, die in der Kunsthalle stattfindet.


1871

Der Maler Hermann Steinfurth wird Erster Vorsitzender des Vereins.


1873

Ausstellung: »Peter Cornelius«.


1878

Erster Vorsitzender wird Edmund Johann Krüß, ein Fabrikant optischer Geräte.


1880

Gedächtnisausstellung für Hermann Steinfurth, gemeinsam durchgeführt von Kunsthalle und Kunstverein.


1882

Erster Vorsitzender wird C. H. Schöffer.

Ausstellung: »Martin Gensler«.


1884

Mit Eduard Unger wird erstmals ein Geschäftsführer eingestellt. Erster Vorsitzender wird der Kaufmann und Politiker Arnold Otto Meyer.

Wegen Umbauarbeiten in der Kunsthalle verlegt der Kunstverein die »Permanente Ausstellung« in zwei Räume im neu entstandenen Börsenanbau.

Ausstellung: »Andreas Achenbach«.


1886

Der Kunstverein unterstützt die Wahl Alfred Lichtwarks zum ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle. Bis zu dessen Tod im Jahr 1914 erwirbt der Kunstverein Werke für die Kunsthalle.


1887

Erstmals werden Fotografien in einer Ausstellung gezeigt.


1888

Ausstellung: »Hans Speckter«.

Der Kunstverein zählt 2.105 Mitglieder.


1889

Erster Vorsitzender wird Syndikus Dr. Merck.


1892

Erster Vorsitzender wird Dr. Werner von Melle, später Bürgermeister der Hansestadt.


1894

Der Kunstverein greift das Format der »Großen Kunst-Ausstellung« wieder auf. Bis 1897 werden jährlich Werke von über 300 auswärtigen – auch internationalen – sowie Hamburger Künstlern im Obergeschoss der Kunsthalle gezeigt.


1896

Ausstellung: »Adolph Menzel«, gemeinsam mit der Kunsthalle.

Die kunstvereinseigene Grafiksammlung wird der Kunsthalle übergeben.


1897

Erster Vorsitzender wird Baudirektor Hans Zimmermann.

Ausstellung: »Künstlervereinigung Worpswede – Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Heinrich Vogeler«.


1898

Ausstellung: »Arnold Böcklin«, gemeinsam mit der Kunsthalle.


1899

Am 15. November bezieht der Kunstverein eigene Räume am Neuen Wall 14, drei Oberlichtsäle für Gemälde und Skulpturen, sowie vier Räume für kunstgewerbliche Arbeiten.


1906

Die Zahl der Ausstellungen lokaler, überregionaler und ausländischer Künstler nimmt zu, allein für dieses Jahr sind über ein Dutzend Ausstellungen heute meist weniger bekannter Künstler zu verzeichnen.


1907 

Unter anderem wird eine Sammlung ethnografischer und kunstwissenschaftlicher Gegenstände aus Tibet und der Mandschurei gezeigt. 


1908

Jubiläumsausstellung des Hamburger Künstlervereins.

Retrospektive: »Hermann Kauffmann«.


1911

»Internationale Photographische Ausstellung für Bildnis und Figurenbild«.


1912

Ausstellung der Künstlergruppe
Geschäftsführer wird Theodor Broderse.


1913

Ausstellung mit Werken unter anderem von Othon Friesz, Auguste Renoir, Vincent van Gogh und Wilhelm Trübner.

Ausstellung mit Werken zeitgenössischer dänischer Künstler.


1914

Die Räume am Neuen Wall müssen aufgegeben werden, weil der Abriss des Hauses geplant ist.

Ausstellung: »Max Beckmann« / »Walter Geffcken«.

Ausstellung mit Werken von Fritz Ahlers-Hestermann, Fritz Friedrichs, Franz Nölken, Otto Pieper, Walther Rosam, Friedrich Schaper, Ulrich Hübner und Friedrich Schaper.

Ausstellung mit Werken unter anderem von Cuno Amiet und Ferdinand Hodler.


1915

Vorübergehend bezieht der Kunstverein Räume im Ostflügel des alten Johanneums am Speersort, gezeigt werden dort unter anderem Werke von Arnold Böcklin, Lovis Corinth, Anselm Feuerbach, Wilhelm Leibl, Max Liebermann, Adolph Menzel, Christian Rohlfs, Max Slevogt, Carl Spitzweg, Ludwig Thoma, Wilhelm Trübner, Fritz von Uhde und Emil Waldmüller.

Ausstellung mit Werken von Friedrich Ahlers-Hestermann, Walter Georgi, Franz Nölken und Ascan Lutteroth. 


1916

Rückkehr in die Kunsthalle; die kunstgewerbliche Abteilung wird aus Platzmangel eingestellt.


1919

Unter dem Titel »Französische Malerei bis 1914« werden Werke gezeigt unter anderem von Pierre Bonnard, Georges Braque, Paul Cézanne, Gustave Courbet, André Derain, Raoul Dufy, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Juan Gris, Marie Laurencin, Pablo Picasso, Camille Pissarro, Auguste Renoir, Henri Rousseau, Georges Seurat, Paul Signac, Alfred Sisley, Suzanne Valadon, Maurice Vlaminck und Édouard Vuillard.

Die Hamburgische Sezession wird gegründet. Der Kunstverein stellt seine Räume jährlich für deren Ausstellungen und Vorträge zur Verfügung.

Ausstellung: »Franz Nölken«.


1921

Umzug vom Altbau der Kunsthalle in die Kabinette im Sockelgeschoss des Neubaus.


1922

Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes.


1925

Erster Vorsitzender wird Robert Johannes Meyer.

Der Kunstverein zählt etwa 1.000 Mitglieder.


1927

Die »Europäische Kunst der Gegenwart«, zum irrtümlich angenommenen 100. Geburtstag veranstaltet, zeigt die gesamte europäischen Moderne und erreicht rund 40.000 Besucher. Dank der Erlöse kann der Kunstverein eine Villa an der Neuen Rabenstraße 25 als erstes eigenes Domizil erwerben.

Ausstellung: »Emil Nolde«.


1930

Eröffnung des von Karl Schneider umgebauten und mit einem Anbau versehenen Kunstvereinsgebäudes.

Ausstellung: »Kunst der letzten 30 Jahre aus Hamburger Privatbesitz«.

Der Leiter des Kunstvereins Theodor Brodersen wechselt nach Berlin zum Verein Berliner Künstler.

Ausstellungen: »Edvard Munch« / »Aquarelle und Zeichnungen von Vincent van Gogh« / »Das moderne Bühnenbild in Deutschland« / »Franz Radziwill«.

Der Verein zählt 899 Mitglieder.


1931

Am 1. Mai wird Hildebrand Gurlitt zum ersten Direktor des Kunstvereins.

Ausstellungen: »Les Ballets Russes de Serge de Diaghilew« / »Ernst Barlach«.


1932

Erste nationalsozialistische Angriffe auf den Kunstvereinsleiter.

Der Verein zählt 631 Mitglieder.

Ausstellungen: »Internationale Foto-Ausstellung« / »Lyonel Feininger« / »Neuere dänische Malerei« / »James Ensor«.


1933

Die »13. Ausstellung der Hamburgischen Sezession«, am 12. März eröffnet, wird am 30. März vom Hamburger Polizeipräsidenten geschlossen. Landgerichtspräsident Robert Johannes Meyer tritt am 1. Juni als Vorsitzender zurück, weil er die »Gleichschaltung« des Kunstvereins einleiten soll. Am 14. Juli sieht sich auch Hildebrand Gurlitt gezwungen, sein Amt aufzugeben. NSDAP-Mitglied Friedrich Muthmann wird zum Geschäftsführer bestimmt. Jüdische Mitglieder müssen den Verein verlassen.

Ausstellung: »Norddeutschland. Landschaft und Mensch«.


1934

Die Ausstellung »Malerei und Plastik in Deutschland 1936« eröffnet am 21. Juli anlässlich der Olympischen Spiele in Berlin und wird zehn Tage später durch den Vizepräsidenten der Reichskammer der bildenden Künste Adolf Ziegler geschlossen.

Ausstellung: »Aeropittura. Italienische Flieger-Malerei».


1936

Der Verein zählt nur noch 337 Mitglieder.


1937

Das Gebäude in der Rabenstraße wird zwangsversteigert, der Kunstverein zieht zurück in die Kunsthalle. Das Haus wird von der Stadt an die NS-Frauenschaft vermietet.


1943

Im Sommer Zerstörung des Kunstvereinsgebäudes durch alliierten Bombenangriff.


1946

Mit einer Übersichtsausstellung Hamburger Künstler in der Kunsthandlung Bock & Sohn in den Colonnaden sowie im Untergeschoss der Kunsthalle nimmt der Kunstverein seine Arbeit wieder auf. Künstlerischer Leiter wird in Personalunion der Direktor der Kunsthalle Dr. Carl Georg Heise, Erster Vorsitzender ist Dr. Walter Klaas. Der Kunstverein dient von nun an als unabhängig finanzierte Ausstellungsabteilung der Kunsthalle.


1947

Der Kunstverein widmet sich in einer Reihe von Ausstellungen der Rehabilitierung der Moderne.

Ausstellungen: »Max Beckmann« / »Ernst Wilhelm Nay« / »Emil Nolde« / »Sammlung Haubrich«.


1948

Ausstellung: »Pablo Picasso. 52 Lithographien aus den Jahren 1945 bis 1947«.


1949

Der Kunstverein bezieht neue Ausstellungssäle im Altbau der Kunsthalle.

Ausstellungen: »Fernand Léger« / »Wilhelm Lehmbruck« / »André Masson«.


1950

Ausstellungen: »Franz Marc« / »Rolf Nesch« / »Henry Moore« / »Ernst Ludwig Kirchner« / »Oskar Kokoschka«.


1951

Ausstellungen: »Henri Matisse« / »Edvard Munch«.


1952

Ausstellungen: »Marino Marini« / »Max Slevogt« / »Paula Modersohn-Becker«.


1953

Dr. Bruno Snell wird Erster Vorsitzender.

Ausstellung: »Wassily Kandinsky«.


1954

Ausstellungen: »Karl Hofer« / »Karl Schmidt-Rottluff« / »Ferdinand Hodler« / »Henri de Toulouse-Lautrec«.


1955

Dr. Alfred Hentzen wird Direktor der Hamburger Kunsthalle und zugleich Leiter des Kunstvereins.

Ausstellungen: »Ernst Wilhelm Nay« / »Gruppe Zen 49«.


1956

Ausstellungen: »Henri Laurens« / »Picasso 1900-1955« / »Willi Baumeister« / »Heinz Trökes« / »Paul Klee«.


1957

Ausstellungen: »Emil Nolde« / »Alexej Jawlensky« / »Eduard Bargheer«.


1958

Senator Dr. Walter Dudek wird Vorsitzender des Vereins.

Jackson Pollock hat seine erste deutsche Ausstellung überhaupt im Kunstverein.

Ausstellungen: »Serge Poliakoff« / »Jackson Pollock 1912-1956« / »Rolf Nesch« / »Wassily Kandinsky – Gabriele Münter«.


1959

Ausstellungen: »Marc Chagall« / »Ben Nicholson«.


1960

Ausstellung: »Henry Moore«.


1961

Ausstellungen: »Lyonel Feininger« / »Werner Gilles«.


1962

Dr. Hans Platte wird Direktor des Kunstvereins in Hamburg, der jetzt 3.025 Mitglieder zählt.

Ausstellungen: »Robert Delaunay« / »Emil Schumacher« / »Hann Trier« / »Aristide Maillol« / »Oskar Kokoschka«.


1963

Der Kunstverein zieht in ein eigenes, von Paul Seitz entworfenes Ausstellungsgebäude am Ferdinandstor um, gleich neben der Kunsthalle. Eröffnung am 3. Mai mit der Ausstellung »Cézanne« / »Gauguin« / »Van Gogh« / »Seurat. Wegbereiter der modernen Malerei«.

Ausstellungen: »Italien 1905-1925. Futurismus und Pittura metafisica« /»Erich Heckel« / »Franz Marc« / »Oskar Kokoschka«.


1964

Senator Dr. Heinrich Landahl übernimmt den Vorsitz des Vereins.

Ausstellungen: »Édouard Vuillard« / »Arshile Gorky. Zeichnungen« / »Ernst Wilhelm Nay. Gemälde 1955-1964« / »Albert Marquet«.


1965

Ausstellungen: »Francis Bacon. Gemälde 1945-1964« / »Max Beckmann« / »Pablo Picasso. 150 Handzeichnungen aus sieben Jahrzehnten«.


1966

Ausstellungen: »Horst Janssen« / »Georges Rouault« / »Matisse und seine Freunde – Les Fauves« / »Vom Impressionismus zum Bauhaus« / »Otto Dix«.

Der Kunstverein zählt 4.255 Mitglieder.


1967

Zum Jubiläum erscheint Hans Plattes Broschüre »150 Jahre Kunstverein in Hamburg«.

Ausstellungen: »Vom Bauhaus bis zur Gegenwart« / »Emil Nolde. Aquarelle aus den Jahren 1894-1956« / »Alexej Jawlensky« / »Raoul Dufy«.


1968

Ausstellungen: »Britische Kunst heute« / »Antoni Tàpies« / »Sammlung 1968 Karl Ströher (mit Beuys-Block)« / »Realismus in der Malerei der 20er Jahre« / »August Macke«.


1969

Ausstellungen: »Malerei des Surrealismus von den Anfängen bis heute« / »Ernst Wilhelm Nay« / »Ernst Ludwig Kirchner«.


1970

Ausstellungen: »Pierre Bonnard« / »Fernando Botero« / »Franz Erhard Walther« / »Französische Impressionisten: Hommage à Durand-Ruel«.


1971

Hans Platte verlässt den Kunstverein; Interregnum in der Vereinsleitung.

Ausstellungen: »Arnulf Rainer« / »Francois Morellet« / »KP Brehmer: Produktion 1962-71« / »Kurt Schwitters« / »Robert Graham« / »Dorothea Lange«.


1972

Manfred de la Motte wird neuer Leiter des Kunstvereins. Er scheidet Ende des Jahres wieder aus. Neuer Vorsitzender ist Prof. Dr. Günther Gercken.

Ausstellungen: »USA West Coast 1972« / »Georg Baselitz« / »USA in Venedig. Amerikas Beitrag zur Biennale 1970 und 1972« / »Szene Berlin ’72«.


1973

Dr. Uwe M. Schneede wird neuer Leiter des Kunstvereins.

Ausstellungen: »Palermo. Wandmalerei« / »Jean Fautrier« / »Peter Blake«.


1974

Ausstellungen: »Spurensicherung. Archäologie und Erinnerung« / »Dieter Roth. Originale 1946-74« / »Medium Fotografie. Fotoarbeiten bildender Künstler 1910-1973« / »Pablo Picasso. Das graphische Werk« / »Kunst im 3. Reich. Dokumente der Unterwerfung«.


1975

Ausstellungen: »Willi Sitte. Gemälde und Zeichnungen 1950-1974« / »Hamburger Kunstwochen ´75« / »Georg Grosz. Gemälde, Zeichnungen, Grafiken 1907-1958«.


1976

Ausstellungen: »Pop Art in England. Anfänge einer neuen Figuration 1947-1963« / »Claes Oldenburg. Unbekannte Aquarelle, Zeichnungen, Gouachen 1954-1974« / »Paula Modersohn-Becker. Zeichnungen, Pastelle, Bildentwürfe«.


1977

Ausstellungen: »Sequenzen. Fotofolgen zeitgenössischer Künstler« / »Wolfgang Mattheuer«.


1978

Ausstellungen: »Edvard Munch. Arbeiterbilder 1910-1930« / »Als guter Realist muss ich alles erfinden. Internationaler Realismus heute«.


1979

Ausstellungen: »Inszenierte Räume: Karl-Ernst Herrmann und Erich Wonder« / »Eremit? Forscher? Sozialarbeiter? Das veränderte Selbstverständnis von Künstlern«.


1980

Ausstellungen: »Film und Foto der zwanziger Jahre« / »Bildnerei der Geisteskranken. Die Sammlung Prinzhorn«.


1981

Ausstellungen: »America. Traum und Depression 1920-1940« / »Mythos und Ritual in der Kunst der 70er Jahre«.


1982

Ausstellungen: »René Magritte und der Surrealismus in Belgien« / »Frida Kahlo und Tina Modotti« / »Cobra 1948-51«/ »Zeitvergleich. Malerei und Grafik aus der DDR«.


1983

Ausstellungen: »Hanne Darboven. Schreibzeit« / »Todesbilder in der zeitgenössischen Kunst mit einem Rückblick auf Hodler und Munch« / »Künstler-Räume im Kunstverein und anderswo«.


1984

Uwe M. Schneede wird an die Ludwig-Maximilians-Universität München berufen.

Ausstellungen: »Anna Oppermann. Ensembles 1968-84 / »Carl Fredrik Hill & Ernst Josephson: Zwei Künstler des späten 19. Jahrhunderts / »Edvard Munch. Höhepunkte des malerischen Werks im 20. Jahrhundert.


1985

Karl-Egon Vester wird Direktor des Kunstvereins.

Ausstellungen: »Joseph Beuys. Ölfarben 1949-1967« / »Arnulf Rainer. Hiroshima« / »Ernst Wilhelm Nay. Bilder kommen aus Bildern« / »Biennale des Friedens. Dem Frieden eine Form geben«.


1986

Ausstellungen: »Können wir vielleicht mal unsere Mutter wiederhaben! Werner Büttner, Georg Herold, Albert Oehlen« / »James Ensor«.


1987

Ausstellungen: »Leon Golub« / »Andy Warhol: Ich erkannte, dass alles was ich tue, mit dem Tod zusammenhängt« / »Gustav Kluge«.


1988

Nach Karl-Egon Vesters Tod wird Jürgen Schweinebraden Freiherr von Wichmann-Eichhorn Direktor des Kunstvereins.

Ausstellungen: »A.R. Penck« / »Arbeit in Geschichte, Geschichte in Arbeit«.


1989

Ausstellungen: »Das Medium Fotografie ist berechtigt, Denkanstöße zu geben. Sammlung F. C. Gundlach« / »Jean Dubuffet. Ein revolutionärer Maler«.


1990

Maja Stadler-Euler wird Erste Vorsitzende des Kunstvereins.

Ausstellungen: »Franz Erhard Walther. Dialoge« / »Maria Lassnig. Mit dem Kopf durch die Wand« / »Felix Droese. Volksverhuizing«.


1991

Dr. Stephan Schmidt-Wulffen wird Direktor des Kunstvereins. Das Haus am Ferdinandstor wird aufgegeben, da es dem Erweiterungsbau der Kunsthalle weichen muss. Die Wandmalerei von Palermo aus dem Jahr 1973 wird zuvor freigelegt. Der Kunstverein gastiert in der kleinen Deichtorhalle.

Ausstellungen: »Gegendarstellung. Ethik und Ästhetik in Zeitalter von Aids« / »Rémy Zaugg« / »General Idea – Fin de Siècle« / »Guttuso«.


1992

Umzug in einen ehemaligen Fahrradladen an der Michaelisbrücke/Admiralitätstrasse.


1993

Ausstellungen von Jon Kessler, Erwin Wurm, Andreas Schulze.

Umzug in die umgebaute Markthalle am Klosterwall 23.

Ausstellung: »Backstage. Topologie zeitgenössischer Kunst«.


1994

Ausstellungen: »Matt Mullican« / »Angela Bulloch« / »Jean Nouvel« / »Jimmie Durham« / »dagegen« / »dabei. Produktion und Strategie in Kunstprojekten seit 1969«.


1995

Ausstellungen: »Werner Büttner. Der lange Marsch zur Qualität« / »Paul McCarthy« / »Mike Kelley« / »Olafur Eliasson« / »Franz West – Hans Arp« / »Pipilotti Rist. I’m not the girl who misses much – Ausgeschlafen, frisch gebadet und hoch motiviert«.


1996

Ausstellungen: »Michael Majerus. Aquarell« / »Günther Förg« / »Carsten Höller«.


1997

Ausstellungen: »Archigram. Visionen einer britischen Architekturgruppe« / »Mark Dion. Natural History and other fictions«.


1998

Ausstellung: »Liam Gillick. McNamara Papers«.


1999

Dr. Harald Falckenberg wird Vorsitzender des Kunstvereins.

Ausstellungen: »Gerwald Rockenschaub. Funky minimal« / »Thomas Struth & Klaus vom Bruch« / »John Miller. Parallel economies«.


2000

Ausstellungen: »Fiona Tan. Scenario« / »Außendienst. Kunstprojekte in öffentlichen Räumen, Phase 1« / »Dominique Gonzalez-Foerster« / »Philippe Parreno« / »Pierre Huyghe«.


2001

Dr. Yilmaz Dziewior wird Direktor des Kunstvereins.

Ausstellungen: »Bodys Isek Kingelez« / »Cosima von Bonin. Bruder Poul Sticht in See« / »Internat« / »Paul Mc Carthy. Videos und Fotografien«.


2002

Ausstellungen: »Jack Goldstein« / »Contextualise – Zusammenhänge herstellen« / »Zhang Huan«.


2003

Ausstellungen: »Bühne 03« /»Andrea Fraser. Works 1984 to 2003« / »Mapping a City. Hamburg-Kartierung«.


2004

Ausstellungen: »Lukas Duwenhögger. Prinzenbad« / »Cildo Meireles« / »Formalismus. Moderne Kunst, heute«.


2005

Ausstellungen: »Robert Kusmirowski. The Ornaments of Anatomy« / »Akademie. Kunst lehren und lernen« / »Louise Lawler. MoMA in Hamburg« / »Sarah Lucas« / »Wade Guyton. Color, Power & Style«.


2006

Ausstellungen: »Yael Bartana« / »Spiralen der Erinnerung« / »Tino Sehgal«.


2007

Ausstellungen: »Willie Doherty« / »Insert 5: Olaf Nicolai – Considering a multiplicity of appearances in light of a particular aspect of relevance. Or: Can art be concrete?« / »Gesellschaftsbilder. Zeitgenössische Malerei«.


2008

Ausstellungen: »Wessen Geschichte« / »Luis Jacob. Habitat« / »Sharon Lockhart« / »Wir nennen es Hamburg. Interdisziplinäres Festival«.


2009

Florian Waldvogel wird Direktor des Kunstvereins.

Ausstellungen: »Tatiana Trouvé. Bureau of implicit activities: Archives and Projects« / »Karla Black« / »Wo ist der Wind, wenn er nicht weht? Politische Bildergeschichten von Albrecht Dürer bis Art Spiegelman«.


2010

Ausstellungen: »Tobias Zielony. Story – No Story« / »Michael Riedel. The quick brown fox jumps over the lazy dog« / »Freedom Of Speech«.


2011

Ausstellungen: »Tal R. The Elephant Behind The Clown« / »Plamen Dejanoff. The Bronze House« / »Silke Wagner. When Saturday Comes«.


2012

Ausstellungen: »Gert & Uwe Tobias« / »Alexandra Bircken. Hausrat« / »Kiki Kogelnik. I have seen the Future«.


2013

Ausstellungen: »Norbert Schwontkowski. Blind Man’s Faith« / »Natalie Czech. I Cannot repeat what I hear« / »Olaf Metzel. Gegenwartsgesellschaft«.


2014

Bettina Steinbrügge wird die erste Direktorin des Kunstvereins.

Ausstellungen: »Geoffrey Farmer. Let’s make the water turn black« / »A Paradise Built In Hell« / »Lisa Oppenheim. Forever is Composed of Nows«.


2015

Ausstellungen: »James Benning. Decoding Fear« / »Nina Beier. Cash for Gold« / »Holly Herndon & Mathew Dryhurst – ‘everywhere and nowhere’«.


2016

Ausstellungen: »Fluidity« / »Joseph Grigely. The Gregory Battcock Archive« / »Lili Reynaud Dewar – Teeth, Gums, Machines, Future, Society«.


2017

Der Kunstverein feiert seinen 200. Geburtstag mit der Ausstellung »The History Show« (in Zusammenarbeit mit dem Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg). Die Kunsthalle widmet dem Jubiläum die Ausstellung »Die Kunst ist öffentlich«. »Vom Kunstverein zur Kunsthalle«, das Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung »‘Zur Belebung des Kunstsinns’. 200 Jahre Kunstverein in Hamburg«.

Ausstellungen: »Jed Martin. Die Karte ist interessanter als das Gebiet« / »Liz Magor. You You You« /»Wolfgang Tillmans«.

Der Kunstverein zählt 1.906 Mitglieder.




Quellen:
Hans Platte, 150 Jahre Kunstverein in Hamburg, 1817 – 1967, Schriften des Kunstvereins in Hamburg, 1967
Marina und Uwe M. Schneede, Zur frühen Geschichte des Kunstvereins, 1984